Plädoyer für die Pressefreiheit

Allgemein

Eine Pressemitteilung zu schreiben, scheint recht einfach zu sein, doch an wen dann schicken, damit meine Information, mein Thema, die Veranstaltung für die ich werbe, auch wirklich in die Zeitung kommt?

Wie z. B. O-Töne ins Radio kriegen oder vielleicht sogar einen Vorbericht beim Fernsehen?

Die Arbeitsbedingungen in den Redaktionen haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert – und das ist nur einer der Gründe, "warum mein Thema nie in die Zeitung kommt."

Wer nicht weiß, wie Journalisten ticken, was sie für ein Thema halten – und was sie brauchen, um ihre Arbeit zu machen, dem fehlen die Grundlagen für erfolgreiche Pressearbeit.

Jan Emendörfer, Chefredakteur der OSTSEE-ZEITUNG, bekräftigte auf dem dritten Neujahrsempfang der OZ, am 15. Januar 2010, die Bedeutung der Pressefreiheit für die Demokratie, die vor 20 Jahren in der DDR erstritten wurde. „Wirtschaftlich starke und unabhängige Verlage seien nötig, um den Journalisten Unabhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Interessen zu ermöglichen.“ So Jan Emendörfer vor den über 300 geladenen Gästen.

Unter anderem auch darauf hin hat der Fraktionsvorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Nordvorpommern, Michael Schmidt, einen Brief an Jan Emendörfer geschickt, in dem er sein „Plädoyer für die Pressefreiheit“ begrüßte aber auch auf Unstimmigkeiten in der täglichen Wahrnehmung vor Ort hinwies.

Ein folgendes Gesprächsangebot mit dem Chefredakteur der OSTSEE-Zeitung, Jan Emendörfer, und dem Leiter der Lokalredaktion der O-Z in Ribnitz-Damgarten, Werner Geske, verbunden mit einer Einladung nach Rostock haben wir sehr gern angenommen.

Im Ergebnis unseres sehr aufgeschlossenen und informativen Gesprächs, am 29.01.2010, haben wir u.a. diese Punkte herausgearbeitet:

- Wer ist der richtige Ansprechpartner (in der Partei und in der Redaktion)
- Was ist für die Leser "interessant" (aus der Sicht der Partei und die der Redaktion)
- Was kann also inhaltlich veröffentlicht werden
- Wie lang können/dürfen die Pressemitteilungen sein
- Gibt es Verbesserungsvorschläge im Schreibstil und Format (erleichtert den Journalisten die Arbeit...denn was nicht groß korrigiert oder gar gekürzt werden muss, geht häufig auch leichter in Druck)
- Wie kann die Übertragung der Pressemitteilung optimiert werden (e-Mail, Dateiformate für Text und Fotos)

Gemeinsame Gespräche mit den Leitern der Lokalredaktionen in unserem Kreisgebiet werden in der nächsten Zeit auf der Agenda stehen.

In der Hoffnung zukünftig die Zusammenarbeit weiter zu verbessern sind wir sehr optimistisch ob des beiderseitigen Willens dazu auseinandergegangen.

Thomas Würdisch / Kreisvorsitzender
Michael Schmidt / Fraktionsvorsitzender

 
 

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